Reparaturbonus darf nicht gestrichen werden!
Zur angekündigten Abschaffung des Reparaturbonus im nächsten Jahr erklärt der Jenaer Landtagsabgeordnete Jens Thomas (Die Linke): „Die Entscheidung des Umweltministers, den Reparaturbonus 2026 zu streichen, ist ein schwerer Fehler. Mit dem Bonus ist es gelungen, ein Umdenken anzustoßen: Reparieren statt wegwerfen. Wie das Umweltministerium selbst mitteilt, wurden seit 2021 durch das Programm rund 50.000 Geräte instandgesetzt, damit jährlich mehr als 100 Tonnen Elektroschrott vermieden. Das ist praktizierter Ressourcenschutz, Müllvermeidung und ganz konkrete Unterstützung für die Menschen im Land. Dieses erfolgreiche und sinnvolle Instrument jetzt einzustellen, ist absolut nicht nachvollziehbar.“
Jens Thomas kritisiert besonders die finanzielle Argumentation: „Im Vergleich zum Gesamthaushalt, der 2026 auf rund 14,6 Milliarden Euro und im Jahr 2027 auf knapp 15 Milliarden Euro steigen soll, entsprechen die jährlichen 600.000 Euro für den Reparaturbonus etwa 0,04 Promille. Dass eine Landesregierung ausgerechnet hier spart, ist völlig unverständlich und kurzsichtig. Und völlig klar ist auch: von der Bundesregierung ist keinerlei Ersatz oder Einspringen zu erwarten.“
Aber gerade in Zeiten steigender Kosten ist es wichtig, die Menschen zu entlasten und ihnen dabei noch einen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz zu ermöglichen. Das Programm hat gezeigt, wie Politik nah an den Bürgerinnen und Bürgern wirken kann – genau so etwas braucht Thüringen, nicht dessen Abschaffung.“
